Mitarbeiter deutscher Unternehmen arbeiten weltweit – auch in gefährlichen Regionen oder politisch unruhigen Gebieten. Entsendet eine Firma einen Mitarbeiter in ein Land, wo er vielleicht auf Grund seiner Funktion gefährdet ist oder sollen existenzielle Geschäftsunterlagen sicher transportiert werden, trägt das Unternehmen die Verantwortung, für den angemessenen Schutz zu sorgen. Dazu gehört zum Beipiel, eine gepanzerte Limousine bereitzustellen.
BMW sorgt für Schutz ab Werk
Zur Internationalen Automobil-Austellung IAA in Frankfurt vom 17. bis 27. September zeigt BMW ausgewählten Fachleuten neue Hochsicherheitslimousinen. Die Modelle BMW 760Li High Security und BMW 750Li High Security sind die ersten Fahrzeuge weltweit, die gemäß der neuen ballistischen Richtlinie BRV 2009 zertifiziert sind und in der neuen BRV 2009 als VR7 eingestuft sind. Die nicht durchsichtigen Bereiche der Karosserie entsprechen auf Grund einer besonders wirksamen Panzerung den Anforderungen der Beschussklasse VR9. Die BRV 2009 sieht insgesamt 10 Klassen vor, von VR1 bis VR10. Sie geben an, welchen Angriffen durchschusshemmende Fahrzeuge oder deren Teilbereiche widerstehen.
Die Sicherheitskomponenten integrieren die BMW-Mitarbeiter bei der Produktion der Autos im Werk. Das geschieht bei der 7er-Reihe im Werk in Dingolfing. Aufgrund des höheren Gewichts der Fahrzeuge durch die Panzerung werden spezifische Fahrwerkskomponenten verwendet: stärkere Federn, Fahrwerksstreben und verstärkte Federbeindome. Dass die Sicherheitskomponenten bereits bei der Fertigung eingebaut werden, hat seinen Grund. Bei einer nachträglichen Panzerung ist nicht immer garantiert, dass die Fahrzeugeigenschaften stimmig wären. Der Unterboden der beiden Limousinen ist mit einer speziellen Panzerung versehen. Sie ist von BMW konzipiert, um den Insassen auch bei Sprengladungen einen guten Schutz zu bieten. Die Sicherheitsverglasung des BMW 7er High Security ist etwa sechs Zentimeter dick. Das mehrschichtige Verbundglas wurde weiterentwickelt und weist im Automobilbau einzigartige Widerstandsfähigkeit auf. Die Scheiben sind auf der Seite, die zum Innenraum zeigt, mit einer Polycarbonatschicht versehen. Sie verhindert das Eindringen von Glassplittern. Ein neu konzipiertes Acht-Gang-Automatik-Getriebe bringt die 544 PS gut abgestimmt auf den Boden. Der 760 Li High Security erreicht in 6,2 Sekunden 100 Stundenkilometer. Der 750Li High Security benötigt dazu 7,9 Sekunden. Modellbedingt riegelt die Elektronik den Motor bei 210 Stundenkilometern ab.
Sicherheit auch fürs Gelände
Der BMW X5 Security Plus ist das erste Fahrzeug eines Großserienherstellers, dessen Sicherheitskonzept gezielt auf die Gefahr von Angriffen mit einer Kalaschnikov AK 47 ausgerichtet ist – die weitest verbreitete Maschinenwaffe. Die gepanzerte Fahrgastzelle bietet bis zu vier Insassen Platz und ist besonders intensiv geschützt durch Hochleistungsstahl-Formteile und -Platten. Die Karosserie verfügt über einen fugendichten Schutz, der an kritischen Stellen – etwa Türspalten oder den Übergängen der Karosseriesäulen – das Eindringen von Geschossen oder Fragmenten verhindert.
Der BMW X5 Security Plus ist gemäß der Richtlinie für durchschusshemmende Fahrzeuge geprüft und bietet Schutz gemäß der Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen VPAM – APR 2006, Widerstandsklasse 6. Sein Konzept bietet Sicherheit auf jedem Terrain und Schutz gegen kriminelle Bedrohungen wie Raubüberfälle, Entführungen und Carjacking. Die Scheiben halten auch Angriffen mit Schlagwaffen stand, zum Beispiel Spitzhacken oder Baseballschlägern. Sie verfügen ebenfalls über eine Polycarbonat-Beschichtung, die den Innenraum vor Splittern schützt. Der V8-Motor erzeugt aus einem Hubraum von 4,8 Litern eine Leistung von 355 PS. Der BMW X5 Security Plus beschleunigt von null auf 100 Stundenkilometer in 8,2 Sekunden, der Motor riegelt bei 180 Stundenkilometern automatisch ab.
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